Cultural Alphabet Ladakh – G wie Gompa

G wie Gompa

„Gompa“ heißt Kloster. Und die Klöster sind für Ladakh so charakteristisch wie die Bergketten und schneebedeckten Gipfel – und genauso bezaubernd und wunderschön! Entlang des gesamten Industals ragen sie immer wieder märchenhaft auf Hügeln in den Himmel, umgeben von unzähligen Chörten und Manimauern. So bringt ein jedes Kloster Segen über den dazugehörigen Ort!

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Kloster Thiksey, auch Klein Potala genannt, ragt märchenhaft in den Himmel

Allesamt sind sie tibetisch-buddhistische Klöster. Es gibt 2 große Hauptrichtungen: den Gelbmützenorden (=Gelugpa) und den Rotmützenorden (=Kargyüpa).

Seine Heiligkeit der 14. Dalei Lama ist Oberhaupt des Gelbmützenordens. Er besucht Ladakh jeden Sommer und wird in diesem Jahr in meinem Lieblingskloster in Thiksey residieren. Ich hoffe sehr, dass mir das große Glück beschert sein wird, ihn wiedersehen zu können. Es ist ein ganz magischer Moment, diesem außergewöhnlichen Menschen zu begegnen. Man spürt eine ganz besondere Energie und Glückseligkeit. Er wird im tibetischen Buddhismus als Bodhisattva des Mitgefühls gesehen und genau das spürt man, wenn man in seiner Nähe ist, diese kraftvolle Ausstrahlung der Menschlichkeit!

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Seine Heiligkeit der 14. Dalei Lama bei einer Predigt im Juli 2015

Die Klöster haben immer eine gleiche Grundstruktur. In jedem Kloster gibt es einen Innenhof, mindestens einen Versammlungsraum (=Dukhang), einen Figurenraum und einen Raum für die zornvollen Schutzgottheiten (=Gonkhang). An den Wänden aller Räume kann man jahrhundertealte, wunderschöne und zum Teil erstaunlicherweise gut erhaltene Wandmalereien betrachten. Ich stehe immer wieder staunend davor. Staunend darüber, welche wunderbaren, filigranen und eigentlich unergründlichen Kunstwerke damals entstanden sind und welch großes Glück es ist, dass wir diese heute noch bestaunen können.
Im Innenhof eines jeden Klosters finden die traditionellen Maskentänze während der Klosterfeste statt. Das ist immer ein besonderes Ereignis, zu dem sich die Einheimischen herausputzen und in ihren schönsten Trachten präsentieren. Absoluter Höhepunkt ist, wenn man das Auftreten eines Orakels im Kloster in Matho oder Stok erleben kann. Alleine dafür lohnt es sich schon, einmal im Winter zu kommen, wenn diese Spektakel stattfinden.

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Maskentanz beim Klosterfest in Hemis 2015

Die Atmosphäre in den Klöstern ist unbeschreiblich. Nirgends sonst verspüre ich solch einen tiefen Frieden. Woran es liegt? Es muss die einzigartige Melange sein –  aus der faszinierenden Landschaft, den uralten, sprechenden und lebenden Gebäuden und der bezaubernden Aura der meisten Mönche.
Es gibt einige Buddhastatuen, bei deren Betrachtung ich immer das Gefühl bekomme, dass sie mich betrachten…und es ist kein unheimliches Gefühl, sondern ein wohlig-warmes und angenehmes. Man muss nicht Buddhist sein oder werden, um solche Momente erleben zu können. Man muss die Magie, die von diesen Plätzen ausgeht, einfach nur auf sich wirken lassen und man verändert sich von selbst…

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Klöster in Ladakh – hier empfinde ich tiefen Frieden

 




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